Neuheiten 2018

Hier finden Sie die wichtigsten Neuheiten bei der Zusatzrente:

Für die öffentlich Bediensteten ist die Einschreibung in einen Zusatzrentenfonds jetzt noch vorteilhafter. Seit 1. Jänner gilt dieselbe steuerliche Regelung wie bisher für die Privatangestellten im Hinblick auf:

  • Die Abziehbarkeit der Beiträge, die in den Zusatzrentenfonds eingezahlt werden. Diese können jetzt bis 5.164,57 € im Jahr abgezogen werden. Bis 31/12/2017 galten hierbei als zusätzliche Höchstgrenzen 12% des Gesamteinkommens und, in Bezug auf das Einkommen aus abhängiger Arbeit, das Doppelte der Abfertigung, die in den Zusatzrentenfonds einbezahlt wird.
  • Die Besteuerung der Auszahlungen. Die Rentenleistungen (Zusatzrente bzw. Auszahlung in Form von Kapital bei Pensionierung) werden künftig mit 15% besteuert. Dieser Steuersatz sinkt nach 15 Mitgliedsjahren im Fonds um 0,30% für jedes weitere Jahr bis auf maximal 9%. Auch bei den anderen Auszahlungen (Vorschüsse und Ablöse) gelten ab jetzt die Steuersätze, die bisher bei Arbeitnehmer/innen im Privatsektor angewendet wurden.

Diese Gleichstellung ab 1. Jänner 2018 gilt natürlich auch für all jene öffentlich Bediensteten, die bereits in einen Zusatzrentenfonds eingeschrieben sind. Für das Kapital, das bis Ende 2017 im Fonds angereift ist, kommt die alte steuerliche Regelung zur Anwendung.

Bei der so genannten RITA (Rendita Integrativa Temporanea Anticipata) handelt es sich um eine vorzeitige, befristete Zusatzrente.

Was sind die Voraussetzungen?
Mindestens 5 Jahre Mitgliedschaft in einer Zusatzrentenform und alternativ:

  • Beendigung der Arbeitstätigkeit
  • Erreichen des Mindestalters für die gesetzliche Altersrente innerhalb der nächsten 5 Jahre
  • mindestens 20 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rente

oder

  • Arbeitslosigkeit von mindestens 24 Monaten
  • Erreichen des Mindestalters für die gesetzliche Altersrente innerhalb der nächsten 10 Jahre

Wie hoch ist die RITA?
Die Höhe der RITA hängt davon ab, wie lange die vorzeitige Zusatzrente ausbezahlt wird sowie von der Höhe des Kapitals, das im Zusatzrentenfonds angereift ist. Für die Umwandlung in eine RITA kann das gesamte oder nur ein Teil des Kapitals im Fonds verwendet werden.

Wie wird die RITA besteuert?
Der zu versteuernde Teil der RITA wird mit 15% besteuert. Dieser Steuersatz sinkt nach 15 Mitgliedsjahren im Fonds um 0,30% für jedes weitere Jahr bis auf maximal 9%.

Es wurde die Möglichkeit eingeführt, dass Arbeitnehmer/innen mit Erstbeschäftigung nach dem 28. April 1993 statt der gesamten auch nur einen Teil der anreifenden Abfertigung in den Zusatzrentenfonds einzahlen können, wenn ihr Kollektivvertrag dies vorsieht.

Arbeitnehmer/innen, die vor dem 28. April 1993 ihre erste Arbeit begonnen haben, zum 29. August 2017 bereits Mitglied in einem Zusatzrentenfonds waren und dort die gesamte Abfertigung einzahlen, können diese Entscheidung widerrufen und künftig gemäß den Bestimmungen in ihrem Kollektivvertrag nur mehr einen Teil beziehungsweise gar nichts von ihrer Abfertigung in den Fonds einzahlen.

Die Ablöse bei Verlust der Voraussetzungen für die Mitgliedschaft kann nun auch im Falle eines individuellen Beitritts (z.B. bei individuellen Rentenplänen und offenen Zusatzrentenfonds) beantragt werden.

Voraussetzung dafür ist, das das Mitglied beim Fonds als erwerbstätig aufscheint. Dieser Status kann bei der Einschreibung oder zu einem späteren Zeitpunkt angegeben werden. Verliert das Mitglied zu einem späteren Zeitpunkt diesen Status (z.B. aufgrund Kündigung, Abmeldung der Mehrwertsteuernummer bei Selbstständigen, Streichung aus dem Berufsregister, usw.) kann es die Ablöse beantragen.

Unter Produktionsprämien versteht man „..premi di risultato di ammontare variabile, la cui corresponsione sia legata ad incrementi di produttività, redditività, qualità, efficienza ed innovazione, nonché alle somme erogate sotto forma di partecipazione agli utili dell’impresa..“.

Der/die Arbeitnehmerin kann gänzlich oder teilweise auf die mit 10% besteuerte Produktionsprämie verzichten und stattdessen ein oder mehrere „Fringe Benefits“ in Anspruch nehmen.

Der Plafond für die Produktionsprämie beträgt 3.000 €; außerdem darf für den Erhalt der Prämie das Einkommen nicht mehr als 80.000 € ausmachen.

Anmerkung: 4.000 € beträgt der Plafond bei Produktionsprämien, die aus bis zum 24.04.2017 unterzeichneten Betriebs- oder Gebietsabkommen hervorgehen und wo der Betrieb außerdem eine gleichberechtigte Beteiligung der Arbeitnehmer/innen an der Arbeitsorganisation vorsieht.

Entscheidet sich der/die Arbeitnehmer/in dafür, die gesamte oder einen Teil der Prämie in einen Zusatzrentenfonds einzuzahlen, dann bildet diese Summe nicht Einkommen aus abhängiger Arbeit und unterliegt auch nicht der Ersatzsteuer von 10%, auch wenn dadurch der Betrag von 5.164,57 Euro überstiegen wird. Eben so wenig versteuert werden diese Beiträge bei späteren Auszahlungen seitens des Zusatzrentenfonds.

Für Arbeitnehmer/innen: Die Agentur für Einnahmen hat daher präzisiert, dass innerhalb 31. Dezember des Jahres, das auf die Einzahlung in den Zusatzrentenfonds folgt, der Beitragszahler sowohl die eventuellen nicht abgezogenen Beiträge als auch den Betrag der eingezahlten Produktionsprämien mitteilen muss, damit diese nicht Teil der Steuergrundlage bei Auszahlungen bilden.

Für Arbeitgeber und/oder Arbeitsrechtsberater: Um die Produktionsprämien in den Zusatzrentenfonds einzuzahlen, muss man eine eigens dafür erstellte Aufstellung benutzen. Durch diese kann der Beitrag fehlerfrei identifiziert und entsprechend der gesetzlichen Steuerregelung behandelt werden.

Bei Arbeitnehmer/innen, die bereits in einen kollektivvertraglichen, territorialen Zusatzrentenfonds einzahlen (z.B. den Rentenfonds Laborfonds) und deren Kollektivvertrag oder eine Gesetzesbestimmung einen zusätzlichen Beitrag vom Arbeitgeber vorsieht, wird dieser Beitrag in denselben Zusatzrentenfonds eingezahlt.

Bei Arbeitnehmer/innen, die noch in keinen Zusatzrentenfonds eingeschrieben sind, wird dieser zusätzliche Arbeitgeberbeitrag so lange in den vom Kollektivvertrag vorgesehenen Zusatzrentenfonds eingezahlt, bis der/die Arbeitnehmer/in sich in einen territorialen Zusatzrentenfonds einschreibt.