Besteuerung

Wer sich eine Zusatzrente aufbaut, profitiert von staatlichen Steuervorteilen bei der Einzahlung von Beiträgen sowie bei der Besteuerung der Renditen und der Auszahlungen bei Pensionierung.

Für die öffentlich Bediensteten wird die Einschreibung in einen Zusatzrentenfonds noch vorteilhafter. Seit 1. Jänner gilt dieselbe steuerliche Regelung wie bisher für die Privatangestellten. Diese Gleichstellung ab 1. Jänner 2018 gilt natürlich auch für all jene öffentlich Bediensteten, die bereits in einen Zusatzrentenfonds eingeschrieben sind. Für das Kapital, das bis Ende 2017 im Fonds angereift ist, kommt die alte steuerliche Regelung zur Anwendung.

Überweisungen zugunsten einer Zusatzvorsorgeform können vom Einkommen bis zu einem jährlichen Höchstbetrag von 5.164,57 Euro abgezogen werden.

Bei der Berechnung des angegebenen Höchstbetrags werden der im Lohnstreifen angegebene Arbeitnehmerbeitrag, der eventuelle Arbeitgeberbeitrag und die freiwilligen Beiträge berücksichtigt. Ausgeschlossen sind hingegen die Anteile der Abfertigung.

Auch die Beiträge, die zugunsten eines zulasten lebenden Familienangehörigen eingezahlt wurden, können bis zu einem Höchstbetrag von 5.164,57 Euro abgezogen werden.

Wieviel kann ich bei einem jährlichen, abziehbaren Beitrag von 5.164,57 € sparen?

Wieviel kann ich bei einem jährlichen, abziehbaren Beitrag von 5.164,57 € sparen?

Im Hinblick auf die anstehende Steuererklärung erhalten Sie eine Liste der Steuervorteile, die Ihnen die Beitragszahlung einen Rentenfonds ermöglicht.

Für die Arbeitgeberbeiträge sind keine weiteren Schritte in der Steuererklärung erforderlich. Der CUD reicht aus.

Bei freiwillig geleisteten Beiträgen, die direkt von den Arbeitnehmer/innen, Selbstständigen, noch Eingeschriebenen oder Rentnern überwiesen werden (also nicht über den Gehaltszettel), muss der Steuererklärung eine Kopie des Überweisungsauftrags beigelegt werden.

Auch die Beiträge, die zugunsten eines zulasten lebenden Familienangehörigen eingezahlt wurden, können bis zu einem Höchstbetrag von 5.164,57 Euro abgezogen werden.

Im Laufe des Jahres zuviel gezahlte Beiträge, die die gesetzlich vorgesehenen 5.164,57 Euro übersteigen und daher nicht vom Einkommen abgezogen werden können, müssen dem Fonds innerhalb 31. Dezember mittels Formular (erhältlich auf der Webseite des Fonds) mitgeteilt werden.

Die Renditen der Zusatzrentenfonds unterliegen einer Ersatzsteuer von 20%. Lediglich mit 12,5% besteuert wird der Renditenanteil, der aus der Veranlagung in Staatspapieren und ähnlichen Wertpapieren herrührt.

Die Renditen der Zusatzrentenfonds werden somit wesentlich niedriger besteuert als jene von anderen Spar- und Anlageformen, für die ein Steuersatz von 26% zur Anwendung kommt (wie z.B. bei einem Bankkonto).

Zudem sind die Zusatzrentenfonds im Vergleich zu allen anderen Anlageprodukten von der Stempelsteuer in Höhe von 0,20% des angereiften Kapitals befreit.

Für weitere Infos siehe die bestimmten Unterseiten in der Sektion Auszahlungen vor der Pensionierung und klicken Sie auf Besteuerung oder laden Sie hier die Übersicht der Besteuerung im PDF-Format herunter:

Arbeitnehmer/in des Privatsektors

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Öffentlich Bedienstete, die in einem geschlossenen Zusatzrentenfonds eingeschrieben sind

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Sobald das Mitglied die Voraussetzungen für die staatliche Rente erreicht, kann es auch beim Zusatzrentenfonds die Rentenleistungen beantragen. Einzige Zusatzvoraussetzung ist, dass man seit mindestens 5 Jahren beim Fonds eingeschrieben ist.

Die Beiträge, die in den Zusatzrentenfonds einbezahlt und vom Einkommen abgezogen wurden, unterliegen dabei einer Ersatzsteuer von 15%. Im besten Fall kann dieser Steuersatz auf 9% sinken und zwar wenn jemand mehr als 15 Jahre in den Fonds eingeschrieben war. In diesem Fall vermindert sich der Steuersatz um 0,3% pro zusätzlichem Jahr im Zusatzrentenfonds.

Sehr viel höher wird die Abfertigung im Betrieb besteuert. Für diese werden mindestens 23% Steuern fällig.

Laden Sie hier die Übersicht der Besteuerung im PDF-Format herunter:

Arbeitnehmer/in des Privatsektors

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Öffentlich Bedienstete, die in einem geschlossenen Zusatzrentenfonds eingeschrieben sind

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Vom 6. bis 25. Mitgliedsjahr kann bis zu 50% mehr von der Einkommenssteuer abgezogen werden, sofern diese Möglichkeit in den ersten 5 Arbeitsjahren nicht genutzt wurde (das heißt bis zu einem Höchstbetrag von 7.746,86 € jährlich).

Beispiel für die Nutzung der verbleibenden Abziehbarkeit über einen gewissen Zeitraum

Beispiel für die Nutzung der verbleibenden Abziehbarkeit über einen gewissen Zeitraum

Arbeitnehmer/innen im Privatsektor können Produktivitätsprämien in einen Beitrag für den Zusatzrentenfonds umwandeln, in dem sie eingeschrieben sind.

Der Plafond für die Produktivitätsprämie beträgt 3.000 €; außerdem darf für den Erhalt der Prämie das Einkommen nicht mehr als 80.000 € ausmachen.

Anmerkung: 4.000 € beträgt der Plafond bei Produktivitätsprämien, die aus bis zum 24.04.2017 unterzeichneten Betriebs- oder Gebietsabkommen hervorgehen und wo der Betrieb außerdem eine gleichberechtigte Beteiligung der Arbeitnehmer/innen an der Arbeitsorganisation vorsieht.

Arbeitnehmer/innen, welche die gesamte oder einen Teil der Prämie in einen Zusatzrentenfonds einzahlen, kommen in den Genuss von drei Steuervorteilen:

Ansuchen um Leistungen beim Zusatzrentenfonds

1. Die Prämie bildet kein zu versteuerndes Einkommen
2. Die Prämie muss auch nicht anderweitig versteuert werden (Ersatzsteuer von 10% und NISF/INPS-Beitrag von 9,19%)
3. Die Prämie unterliegt eben so wenig einer Besteuerung bei einer späteren Auszahlung durch den Zusatzrentenfonds (Vorschuss, Ablöse, Rentenleistung und RITA).

Zwei Angestellte im Vergleich

Ein Vergleich: die Produktionsprämie im Lohnstreifen gegenüber der im Rentenfonds

Für Arbeitnehmer/innen: Die Agentur für Einnahmen hat daher präzisiert, dass innerhalb 31. Dezember des Jahres, das auf die Einzahlung in den Zusatzrentenfonds folgt, der Beitragszahler sowohl die eventuellen nicht abgezogenen Beiträge als auch den Betrag der eingezahlten Produktivitätsprämien mitteilen muss, damit diese nicht Teil der Steuergrundlage bei Auszahlungen bilden.

Für Arbeitgeber und/oder Arbeitsrechtsberater: Um die Produktivitätsprämien in den Zusatzrentenfonds einzuzahlen, muss man eine eigens dafür erstellte Aufstellung benutzen. Durch diese kann der Beitrag fehlerfrei identifiziert und entsprechend der gesetzlichen Steuerregelung behandelt werden.

Laden Sie hier die Vertiefung im PDF-Format herunter:

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