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Weil heute zählt, wie’s uns morgen geht

Wer früh mit dem Sparen startet, hat mehr davon. Dies gilt angesichts sinkender Renten auch für die Altersvorsorge. Für sich selbst Verantwortung übernehmen und früh genug an die Altersvorsorge denken, lautet vor diesem Hintergrund eine der Botschaften der aktuellen Informationskampagne von Pensplan, die heute im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Pressekonferenz 28.09.2020

Mit einem Netzwerk von Partnern will die regionale Gesellschaft für Zusatzvorsorge künftig noch stärker zur Förderung der Spar- und Vorsorgekultur in der Region beitragen. Vertreter der Universitäten Bozen und Trient sowie von Banca d’Italia und Wifo unterstrichen bei der Pressekonferenz die Bedeutung einer soliden finanziellen Allgemeinbildung als wichtige Aufgabe für die Zukunft.

Obwohl ein breites Bewusstsein darüber herrscht, dass die Renten künftig deutlich niedriger ausfallen werden, verschieben viele Menschen nach wie vor die Planung ihrer Altersvorsorge, etwa in Form einer Zusatzrente, in die Zukunft. Im Rahmen einer Pressekonferenz stellte die regionale Gesellschaft für Zusatzvorsorge Pensplan am Vormittag ihre neue Informationskampagne vor, mit der die Bevölkerung einmal mehr dazu aufgerufen wird, schon früh an die finanzielle Absicherung für das Alter zu denken und sich bei einem der zahlreichen Pensplan Infopoints in der Region unabhängig und kostenlos beraten zu lassen. Im Oktober, der italienweit zum Monat der finanziellen Allgemeinbildung ausgerufen wurde, bietet Pensplan zudem Webinare in deutscher und italienischer Sprache zum Thema Altersvorsorge an. Weiters steht die 6. Ausgabe des Equal Pension Days an, der auf die ungleichen Renten zwischen Frauen und Männern aufmerksam macht.

Auf finanzielle Krisen vorbereitet sein

Gerade dieses Jahr habe gezeigt, wie wichtig eine Spar- und Vorsorgekultur sei, um auf finanzielle Krisen vorbereitet zu sein, betonte Pensplan-Präsidentin Laura Costa bei der Pressekonferenz. Dies gelte insbesondere für das Alter. Auftrag der öffentlichen Hand sei es deshalb, das Bewusstsein der Bevölkerung durch ein breites Informations- und Bildungsangebot zu fördern und die Menschen beim Aufbau ihrer privaten Altersvorsorge zu unterstützen. Zusammen mit einem Netzwerk von Partnern wolle sich Pensplan künftig noch stärker für die Förderung einer Spar- und Vorsorgekultur in der Region engagieren. U.a. seien Kooperationen mit den Universitäten von Bozen und Trient vorgesehen; zusammen mit Banca d’Italia plant Pensplan Vorträge zum Thema Finanz- und Vorsorgeplanung für mehrere Oberschulen in der Provinz Trient. Mit dem Wirtschaftsförderungsinstitut soll im kommenden Jahr eine Studie zur Vorsorgesituation in der Region durchgeführt werden.

Arno Kompatscher, der als Präsident der Region für die Zusatzvorsorge verantwortlich ist, zeigte sich erfreut darüber, dass die Zahl der Mitglieder der regionalen Zusatzrentenfonds trotz der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen in den vergangenen Monaten weiter angestiegen sei. Gleichzeitig sei es wichtig, wachsam zu bleiben, betonte Kompatscher und begrüßte die Informationskampagne sowie die geplanten Kooperationen zur Weiterentwicklung der Vorsorgekultur in der Region.
Claudia Curi, Professorin für Finanzwirtschaft an der Freien Universität Bozen verwies auf aktuelle Studien, wonach besonders Frauen und Jugendliche häufiger finanziellen Notsituationen ausgesetzt seien, gerade in Krisenzeiten. Die Vermittlung von Finanzwissen könne vor diesem Hintergrund dazu beitragen, eine Gesellschaft besser auf finanzielle Krisen vorzubereiten.
Maurizio Silvi, Vizedirektor der Zweigstelle von Banca d’Italia in Trient machte deutlich, dass die Bevölkerung der Region Trentino Südtirol über hohe Ersparnisse verfüge. Daran hätte auch die Krise im ersten Halbjahr nichts geändert. Gleichzeitig sei es wichtig, dass die Menschen ihre Ersparnisse durch finanzielle Planung gezielt für spätere Bedürfnisse einsetzen.
Matteo Ploner von der Universität Trient ging auf die verbreitete Tendenz ein, finanzielle Entscheidungen vor sich herzuschieben. Neben der finanziellen Allgemeinbildung gebe es auch bestimmte Strategien wie etwa das so genannte Nudging („sanftes Anstupsen“), um Menschen zur Vorsorge für das Alter zu bewegen.
Georg Lun vom Wirtschaftsförderungsinstitut präsentierte das Projekt „Schule-Wirtschaft“, das eine Reihe von Initiativen bündelt, um in Südtirols Schulen das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge zu vermitteln. Auch hier sollen Themen der Finanzbildung in Zukunft noch stärker einfließen.

Die aktuelle Entwicklung der Zusatzvorsorge in der Region

Auch wenn die Zahl der Einschreibungen in die Zusatzrentenfonds in der Region höher ist als im restlichen Staatsgebiet, gebe es noch viel zu tun, so Costa. Zwei konkrete Beispiele: Auf 20% der Positionen ist im Jahr 2019 nicht regelmäßig eingezahlt worden. Weiters seien rund 16.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwar in einen Zusatzrentenfonds eingeschrieben; sie überweisen allerdings nur die Abfertigung und verzichten damit auf den Anteil des Arbeitgebers.
Ins Positive gewendet hat sich hingegen die Entwicklung der Einschreibungen in die regionalen Zusatzrentenfonds in den vergangenen drei Monaten: Nach dem starken Einbruch im Frühjahr erreichte die Nachfrage im Sommer wieder das Vorjahresniveau und übertraf sogar die Erwartungen. Mit aktuell knapp 253.000 Mitgliedern haben die regionalen Zusatzrentenfonds seit Jahresbeginn immerhin einen Zuwachs von 3% verzeichnet.
Auch kann festgestellt werden, dass deutlich weniger Mitglieder als in den vergangenen Jahren eine Auszahlung aus dem Zusatzrentenfonds beantragt haben. Gesunken sind im Vergleich zu 2018 und 2019 sowohl die Anfragen um Auszahlung der Zusatzrente oder Ablöse des Kapitals (-17%) als auch die Ansuchen um einen Vorschuss (-39%).
Was die Übertragungen der Position auf einen anderen Fonds oder den Wechsel der Investitionslinie anbelagt unterscheiden sich die Daten kaum von jenen der vergangenen Jahre. Diese Entwicklung zeigt auf, dass die Mitglieder mit Bedacht auf die Turbulenzen an den Finanzmärkten reagiert und keine voreiligen Entscheidungen im Hinblick auf ihre Kapital im Zusatzrentenfonds getroffen haben. Nun müsse man abwarten, so Costa, wie sich die wirtschaftliche Situation in den kommenden Monaten und im nächsten Jahr entwickle, um bei Bedarf gezielte Maßnahmen zur Information und Unterstützung der Bevölkerung zu planen.

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