Pflegezeiten

Zusatzrente und/oder Pflichtrente bzw. Pflichtrente mit freiwilliger Beitragszahlung (Provinz Bozen)

Der Zuschuss ist ein Beitrag für diejenigen, die freiwillige Beiträge in eine Vorsorgeform einzahlen oder in einem Zusatzrentenfonds eingeschrieben sind. Er dient der Abdeckung für den Zeitraum der Arbeitsenthaltung, in der schwer pflegebedürftiger Angehörige gepflegt werden (2., 3. oder 4. Pflegestufe).

Der Zuschuss steht auch im Falle von Teilzeitarbeit zu (bei mindestens 70% einer Vollzeiteinstellung). In diesem Fall wird der zustehende Zuschuss bis zu 100% aufgestockt wie von dem Vollzeitvertrag vorgesehen.

Anspruch auf Zuschuss haben:

  • Selbstständige
  • Freiberufler/innen
  • Arbeitnehmer/innen im unbezahlten Wartestand ohne Vorsorgeabsicherung
  • Diejenigen, die freiwillige oder obligatorische Rentenversicherungsbeiträge eingezahlt haben (z.B. beim staatlichen Vorsorgeinstitut INPS oder einer Rentenkasse für Freiberufler) und/oder gleichzeitig in einen Zusatzrentenfonds eingeschrieben sind.

Hinweis: Arbeitnehmer/innen der öffentlichen Verwaltung, Empfänger/innen einer direkten Rente und für Zeiträume, in denen fiktive Beiträge anerkannt wurden (wie z.B. während der Elternzeit auch für andere Kinder, Arbeitslosengeld usw.) steht dieser Zuschuss nicht zu.

Mindestens 5 Jahre Wohnsitz in der Region Trentino-Südtirol oder 15 Jahre in der Region Trentino/Südtirol (auch unterbrochen), davon mindestens 1 Jahr ununterbrochen vor Einreichung des Ansuchens.

Der Vorschuss ist nicht an die wirtschaftliche Lage der Familie gebunden.

  • Bei freiwilliger Fortsetzung der Beitragszahlung deckt der Zuschuss diesen Beitrag ab, jedoch nur bis zu einem Höchstbetrag von 4.000 € im Jahr. Er steht bis zum Erreichen der Mindestvoraussetzungen für die Alters- oder Dienstaltersrente zu. Auch bei der Unterstützung der Zusatzvorsorge kann ein jährlicher Zuschuss von bis zu 4.000 € ausgezahlt werden.
  • Der Zuschuss steht bei Teilzeitarbeit zu. In diesem Fall beträgt der höchstmögliche Zuschuss 2.000 € im Jahr.
  • Selbstständigen Erwerbstätigen und Freiberuflern steht ein Zuschuss von höchstens 4.000 € zu.
  • Der Zuschuss wird im Ausmaß von höchstens 9.000 € entrichtet, wenn pflegebedürftige Kinder im Alter von unter 5 Jahren ausschließlich zu Hause betreut werden. Im Falle von Einschreibung bei Erziehungseinrichtungen (Tagesstätten, Schulen usw.) kann der Zuschuss bis zu 4.000 € pro Jahr betragen. Auch bei der Unterstützung der Zusatzvorsorge kann ein jährlicher Zuschuss von bis zu 4.000 € ausgezahlt werden.
  • Der Zuschuss wird für den Zeitraum der Arbeitsenthaltung ausbezahlt, welcher für die Betreuung schwer pflegebedürftiger Angehöriger nötig und garantiert ist

Der Antrag kann nur telematisch bei allen mit der ASWE (Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Autonomen Provinz Bozen) vertragsgebundenen Patronaten eingereicht werden.

Der Antrag muss innerhalb 31. Oktober jedes Jahres gestellt werden.

  • Der Beitrag zur Unterstützung der Pflichtvorsorge wird zurückerstattet, nachdem die betroffene Person die Beiträge in das staatliche Vorsorgeinstitut INPS oder an eine der Kassen für Freiberufler eingezahlt hat.
  • Die Beiträge zur Unterstützung der Zusatzvorsorge werden von ASWE direkt in den Rentenfonds eingezahlt, in dem der/die Antragsteller/in eingeschrieben ist.

Hinweis: sollte aus den Kontrollen der ASWE hervorgehen, dass die Erklärungen nicht der Wahrheit entsprechen oder verbindliche Informationen nicht angegeben wurden, wird die ASWE neben der Erhebung eventueller Strafgebühren die ausgezahlten Beiträge widerrufen und die gesetzlich vorgesehenen Verwaltungsstrafen anwenden.

Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung – ASWE
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1
39100 Bozen
Tel. 0471 418318 / 05
www.provinz.bz.it/aswe (Externer Link)

5.2 Pflegezeiten: Zusatzrente und/oder Pflichtrente - Provinz Bozen

Zusatzrente und/oder Pflichtrente (Provinz Trient)

Der Zuschuss ist ein Beitrag für diejenigen, die freiwillige Rentenbeiträge einzahlen (Pflichtbeiträge bei Selbstständigen oder Freiberufler/innen) oder in einem Zusatzrentenfonds eingeschrieben sind, um Zeiträume für die Betreuung von pflegebedürftigen Familienmitglieder zuhause rentenmäßig abzudecken.

Der Zuschuss steht auch im Falle von Teilzeitarbeit zu.

Ansuchen können:

  • Selbstständige
  • Freiberufler/innen
  • Arbeitnehmer/innen im unbezahlten Wartestand ohne Vorsorgeabsicherung
  • Diejenigen, die freiwillige oder obligatorische Rentenversicherungsbeiträge eingezahlt haben (z.B. beim staatlichen Vorsorgeinstitut INPS oder einer Rentenkasse für Freiberufler) und/oder gleichzeitig in einen Zusatzrentenfonds eingeschrieben sind.

Hinweis: Empfänger einer direkten Rente (Rentenbezüge aufgrund eingezahlter und figurativer Beiträge oder aufgrund der Einschreibung bei Vorsorgeformen mit Ausnahme der Zusatzrentenformen gemäß GvD Nr. 252/2005) und Personen mit den Voraussetzungen für den Bezug der Dienstalters- oder Altersrente haben keinen Anspruch auf diesen Zuschuss. Die Zeiträume, in denen figurative Beiträge anerkannt wurden (wie z.B. während der Elternzeit auch für andere Kinder, Arbeitslosengeld usw.) sind ausgeschlossen.

Voraussetzungen Antragssteller/in: Bei Einreichung des Ansuchens mindestens 5 Jahre ununterbrochener Wohnsitz in der Region Trentino-Südtirol oder mindestens 1 Jahr ununterbrochener Wohnsitz, falls man insgesamt mindestens 15 Jahre Ansässigkeit in der Region aufweisen kann. Zur Unterstützung der Zusatzvorsorge muss die betreffende Person bei Einreichung des ersten Beitragsansuchens seit mindestens 6 Monaten in einem Zusatzrentenfonds eingeschrieben sein und dort regelmäßig, zumindest vierteljährlich, den Beitrag zu ihren Lasten entrichtet haben. Alternativ muss die betreffende Person Beiträge in Höhe von mindestens 360 € ohne Abfertigung und Arbeitgeberanteil eingezahlt haben. Bei folgenden Ansuchen muss der/die Betroffene nach Ablauf des Zeitraums, der durch den vorherigen Beitrag gedeckt wurde, seine/ihre Beiträge regelmäßig, mindestens vierteljährlich, in die Zusatzrentenform eingezahlt haben. In Ermangelung regelmäßiger Beiträge kann der/die Betroffene seine/ihre persönliche Rentenposition in Ordnung bringen, indem er/sie für jedes Kalenderjahr ohne Beitragszahlung einen Betrag in Höhe von 360 € einzahlt.

Voraussetzungen betreutes Familienmitglied: Unter Familienmitglieder versteht man den Ehepartner, den eingetragenen Partner, Verwandte 1., 2, 3. oder 4. Grades, verschwägerte Personen 1., 2. oder 3. Grades, die laut meldeamtlicher Bescheinigung in eheähnlicher Beziehung lebende Person oder Verwandte 1., 2, oder 3. Grades der in eheähnlicher Beziehung lebenden Person. Die betreute Person muss das Begleitgeld oder eine gleichwertige Leistung beziehen oder, im Falle von Kindern unter 5 Jahren auch eine andere Leistung wegen Zivilinvalidität.

Der Zuschuss für die rentenmäßige Abdeckung der Zeiträume für die Betreuung von pflegebedürftigen Familienmitgliedern wird in folgender Höhe gewährt:

  • bis zu 4.000 € jährlich zur Unterstützung freiwilliger Beitragszahlungen an das INPS/NISF oder an eine andere Vorsorgekasse. Der Zuschuss steigt bis auf 9.000 €, wenn das betreute Familienmitglied jünger als fünf Jahre und bei keiner Erziehungseinrichtung oder Tagesstätte für Menschen mit Behinderung eingeschrieben ist;
  • bis zu 4.000 € jährlich zur Unterstützung der obligatorischen Beitragszahlungen von Selbstständigen oder Freiberufler/innen;
  • bis zu 4.000 € jährlich zur Unterstützung der Zusatzvorsorge.

Der Beitrag wird im Verhältnis zu der Anzahl der Wochen/Monate berechnet, die der Betreuung von pflegebedürftigen Familienmitgliedern gewidmet und durch Vorsorgebeiträge gedeckt werden. Der Beitrag zur Unterstützung der freiwilligen Fortsetzung der Beitragszahlung oder der obligatorischen Vorsorge steht in jedem Fall bis zur Höhe der eingezahlten Vorsorgebeiträge zu.

Bei Teilzeitarbeit wird der Zuschuss zur Unterstützung freiwilliger Beitragszahlungen und zur Unterstützung der Zusatzvorsorge um die Hälfte gekürzt und im Verhältnis zu der Anzahl der ergänzten Beitragswochen während des Kalenderjahres berechnet und steht bis zur Höhe der eingezahlten Beiträge zu, unter Berücksichtigung der vom Vorsorgeinstitut bestimmten Ergänzung der Pflichtbeiträge bis zu 100% der bei Vollzeit vorgesehenen Beiträge.

Das Ansuchen kann:

  • bei der Agenzia provinciale per l'assistenza e previdenza integrativa - APAPI
  • bei den Informationsbüros der Provinz vor Ort
  • bei den Patronaten eingereicht werden

Die Ansuchen müssen innerhalb folgender Fristen gestellt werden:

  • innerhalb 30. September des Folgejahres, auf welches sich die Einzahlung der freiwilligen Vorsorgebeiträge bezieht, bei Personen, die nicht arbeiten;
  • innerhalb 31. Dezember des Folgejahres, auf welches sich die Einzahlung der obligatorischen Vorsorgebeiträge bezieht, bei Personen, die nicht arbeiten;
  • innerhalb sechs Monaten nach dem Endtermin für die Einzahlung freiwilliger Vorsorgebeiträge bei Personen, die einer Teilzeitarbeit nachgehen;
  • innerhalb 30. September des Folgejahres, auf welches sich die Einzahlung der Beiträge in einen Zusatzrentenfonds bezieht.
  • Der Zuschuss ist eine Rückerstattung der freiwilligen Beiträge, welche die betroffene Person vorher beim INPS/NISF oder einer Vorsorgekasse für Freiberufler/innen eingezahlt hat.
  • Der Beitrag zur Unterstützung der Zusatzvorsorge wird von der APAPI direkt an die Zusatzrentenform überwiesen, bei der der/die Antragsteller/in eingeschrieben ist. Falls zum Zeitpunkt der Auszahlung die Position bei der Zusatzrentenform wegen Pensionierung oder Gesamtablöse aufgelöst wurde, werden die zustehenden Beträge direkt an den Betroffenen ausgezahlt.

Der Zuschuss ist nicht an die wirtschaftliche Lage der Familie gebunden.

Agenzia provinciale per l'assistenza e la previdenza integrativa – APAPI
Via Zambra, 42 - Top Center - Torre B
38121 Trient
Tel. 0461 493234
www.apapi.provincia.tn.it (Externer Link)

5.6 Pflegezeiten: Zusatzrente und/oder Pflichtrente - Provinz Trient

Vertiefungen

Für weitere Informationen sehen Sie die Webseite der Autonomen Region Trentino-Südtirol: