Erziehungszeiten

Zusatzrente und/oder Pflichtrente bzw. Pflichtrente mit freiwilliger Beitragszahlung (Provinz Bozen)

Es handelt sich um einen Zuschuss für diejenigen, die freiwillige Beiträge zahlen (Pflichtbeiträge bei Selbstständigen und Freiberufler/innen) oder für diejenigen, die in einem Zusatzrentenfonds eingeschrieben sind, um die Betreuungs- und Erziehungszeiten der eigenen Kinder bis zum dritten Lebensjahr bzw. für drei Jahre ab dem Datum der Adoption abzudecken. Bei Anvertrauung wird der Zuschuss unabhängig vom Alter des Kindes über die gesamte Dauer gewährt. Der Zuschuss wird ebenso gewährt, wenn die Interessierten innerhalb der 5 ersten Lebensjahre des Kindes eine Teilzeitarbeit zu höchstens 70% wieder aufnehmen. In diesem Fall wird der zustehende Zuschuss bis zu 100% aufgestockt wie von dem Vollzeitvertrag vorgesehen.

Anspruch auf Zuschuss haben:

  • selbstständige Erwerbstätige nach der Elternzeit
  • Freiberufler/innen nach der Elternzeit
  • Arbeitnehmer/innen des Privatsektors im unbezahlten Wartestand ohne Vorsorgeabsicherung nach 5 Monaten Elternzeit
  • Student/innen
  • Hausfrauen

Diejenigen, die freiwillige Beiträge (oder Pflichtbeiträge bei Selbstständigen oder Freiberufler/innen) in den eigenen Zusatzrentenfonds eingezahlt haben und/oder in einem Zusatzrentenfonds eingeschrieben sind, der vom G.v.D. Nr. 252/2005 (geschlossene Rentenfonds, offene  Rentenfonds und individuelle Rentenpläne) geregelt wird.

Hinweis: Arbeitnehmer/innen der öffentlichen Verwaltung, Empfänger/innen einer direkten Rente und für Zeiträume, in denen fiktive Beiträge anerkannt wurden (wie z.B. während der Elternzeit auch für andere Kinder, Arbeitslosengeld usw.) steht dieser Zuschuss nicht zu.

  • Mindestens 5 Jahre Wohnsitz in der Region Trentino-Südtirol oder 15 Jahre in der Region Trentino/Südtirol (auch unterbrochen), davon mindestens 1 Jahr ununterbrochen vor Einreichung des Ansuchens.
  • Bei Beiträgen zur Unterstützung der Zusatzvorsorge müssen die betroffenen Personen seit mindestens sechs Monaten in der Zusatzvorsorge eingeschrieben sein oder über einen Mindestbeitrag von 360 € im eigenen Rentenfonds verfügen.
  • Bei freiwilliger Fortsetzung der Beitragszahlung wird ein Zuschuss in derselben Höhe des Beitrags geleistet, der bei einem Zeitraum von 24 Monaten einen jährlichen Betrag von 9.000 € nicht überschreiten darf und auf 27 Monate erhöht werden kann, sofern der Vater eine Elternzeit von mindestens drei Monaten in Anspruch nimmt. Falls Einzahlungen in einen Zusatzrentenfonds getätigt werden, beträgt der Höchstbeitrag 4.000 €.
  • Bei Teilzeitarbeit beträgt der Höchstbeitrag maximal 4.500 € jährlich für die Pflichtvorsorge und 2.000 € jährlich für die Zusatzvorsorge. Der Beitrag ist jährlich und kann bis zum 5. Lebensjahr des Kindes ausgezahlt werden. Der Beitrag wird über einen maximalen Zeitraum von 48 oder 51 Monaten ausgezahlt, sofern der Vater des Kindes die Elternzeit für mindestens 3 Monate in Anspruch nimmt.
  • Für selbstständig Erwerbstätige oder Freiberufler/innen beträgt der Höchstbeitrag 4.000 € jährlich. Dies gilt sowohl für Beiträge in die Pflichtvorsorge als auch für Beiträge in die Zusatzvorsorge.

Der Antrag kann nur telematisch bei allen mit der ASWE (Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Autonomen Provinz Bozen) vertragsgebundenen Patronaten eingereicht werden.

Der Antrag muss innerhalb 31. Oktober jedes Jahres gestellt werden.

  • Der regionale Beitrag zur Unterstützung der freiwillgen Fortsetzung der Beitragszahlung wird zurückerstattet (bei Selbstständigen oder Freiberufler/innen für die Fortsetzung der Beitragszahlung in die Pflichtvorsorge), nachdem die betroffene Person die Beiträge in das staatliche Vorsorgeinstitut INPS oder an eine der Kassen für Freiberufler eingezahlt hat.
  • Der Beitrag zur Unterstützung der Zusatzvorsorge wird von ASWE direkt an die Rentenform überwiesen, in der der/die Antragsteller/in eingeschrieben ist.

Hinweis: Fehlende Zugangsvoraussetzungen: sollte aus den Kontrollen der ASWE hervorgehen, dass die Erklärungen nicht der Wahrheit entsprechen oder verbindliche Informationen nicht angegeben wurden, wird die ASWE neben der Erhebung eventueller Strafgebühren die ausgezahlten Beiträge widerrufen und die gesetzlich vorgesehenen Verwaltungsstrafen anwenden.

Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung – ASWE
Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1
39100 Bozen
Tel. 0471 418318 / 05
www.provinz.bz.it/aswe (Externer Link)

5.1 Erziehungszeiten: Zusatzrente und/oder Pflichtrente - Provinz Bozen

Zusatzrente und/oder Pflichtrente (Provinz Trient)

Der Zuschuss ist ein Beitrag für diejenigen, die freiwillige Rentenbeiträge einzahlen (Pflichtbeiträge bei Selbstständigen oder Freiberufler/innen) oder in einem Zusatzrentenfonds eingeschrieben sind, um Betreuungs- und Erziehungszeiten der eigenen Kindern bis zum dritten Lebensjahr bzw. für drei Jahre ab dem Datum der Adoption rentenmäßig abzudecken.
Der Zuschuss wird ebenso gewährt bei Teilzeitarbeit bis zum fünften Lebensjahr oder innerhalb fünf Jahren ab Adoption.

Ansuchen können:

  • Private Arbeitnehmer/innen für die Zeiträume im unbezahlten Wartestand ohne rentenmäßige Absicherung nach fünf Monaten obligatorischer Elternzeit;
  • Selbstständige, die drei Monate Elternzeit genommen haben;
  • Freiberufler/innen, die für fünf Monate das Mutterschaftsgeld bekommen haben;
  • Private Arbeitnehmer/innen mit einem Teilzeitarbeitsvertrag bis zu 70% des Vollzeitarbeitsvertrags nach erfolgter Inanspruchnahme der Elternzeit gemäß GvD Nr. 151 vom 26. März 2001, Abschnitt III und IV;
  • Alle, die nicht in obligatorische Vorsorgeformen eingeschrieben sind und ermächtigt sind, freiwillige Beiträge einzuzahlen (beim INPS/NISF oder einer Vorsorgekasse für Freiberufler/innen) oder bei einer Zusatzvorsorgeform eingeschrieben sind (geschlossene Zusatzrentenfonds, offene Zusatzrentenfonds und individuelle Rentenpläne).

Hinweis: Angestellte von öffentlichen Verwaltungen und Bezieher einer direkten Rente haben keinen Anspruch auf diesen Zuschuss. Eben so wenig steht dieser Zuschuss für Zeiträume mit figurativen Beiträgen zu (z. B. während der Mutterschaft, auch für andere Kinder, Arbeitslosengeld usw.).

Bei Einreichung des Ansuchens mindestens 5 Jahre ununterbrochener Wohnsitz in der Region Trentino-Südtirol oder mindestens 1 Jahr ununterbrochener Wohnsitz, falls man insgesamt mindestens 15 Jahre Ansässigkeit in der Region aufweisen kann.

Zur Unterstützung der Zusatzvorsorge muss die betreffende Person bei Einreichung des ersten Beitragsansuchens seit mindestens 6 Monaten in einer Zusatzrentenform eingeschrieben sein, die durch den GvD Nr. 252/2005 geregelt werden und dort regelmäßig, zumindest vierteljährlich, den Beitrag zu ihren Lasten entrichtet haben.
Alternativ muss die betreffende Person Beiträge in Höhe von mindestens 360 € ohne Abfertigung und Arbeitgeberanteil eingezahlt haben. Bei folgenden Ansuchen muss der/die Betroffene nach Ablauf des Zeitraums, der durch den vorherigen Beitrag gedeckt wurde, seine/ihre Beiträge regelmäßig, mindestens vierteljährlich, in die Zusatzrentenform eingezahlt haben. In Ermangelung regelmäßiger Beiträge kann der/die Betroffene seine/ihre persönliche Rentenposition in Ordnung bringen, indem er/sie für jedes Kalenderjahr ohne Beitragszahlung einen Betrag in Höhe von 360 € einzahlt.

Der Zuschuss für die rentenmäßige Abdeckung der Betreuungs- und Erziehungszeiten der Kinder oder anvertrauten Minderjährigen steht bis zum dritten Lebensjahr bzw. bis drei Jahre ab Adoption für maximal 24 Monate zu, die auf 27 Monate steigen, falls der Vater mindestens drei Monate Elternzeit in Anspruch nimmt (dafür müssen geeignete Unterlagen vorgelegt werden).

Im Falle der Anvertrauung Minderjähriger steht der Beitrag für die gesamte Dauer und in jedem Fall bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres zu. Die Höhe des Beitrags beträgt:

  • bis zu 9.000 € jährlich zur Unterstützung freiwilliger Beitragszahlungen an das INPS/NISF oder an eine andere Vorsorgekasse;
  • bis zu 4.000 € jährlich zur Unterstützung der obligatorischen Beitragszahlungen von Selbstständigen oder Freiberufler/innen;
  • bis zu 4.000 € jährlich zur Unterstützung der Zusatzvorsorge; der Beitrag wird im Verhältnis zu der Anzahl der Wochen/Monate berechnet, die der Betreuung und Erziehung der Kinder gewidmet und durch Vorsorgebeiträge gedeckt werden.

Der Beitrag zur Unterstützung der freiwilligen Fortsetzung der Beitragszahlung oder der obligatorischen Vorsorge steht in jedem Fall bis zur Höhe der eingezahlten Vorsorgebeiträge zu.

Der Beitrag für diejenigen, die in Teilzeit arbeiten, steht bis zum fünften Lebensjahr des Kindes oder innerhalb fünf Jahre ab Adoption für maximale 48 Monate zu, die auf 51 Monate steigen, falls der Vater mindestens drei Monate Elternzeit in Anspruch nimmt (dafür müssen geeignete Unterlagen vorgelegt werden).

Im Falle der Anvertrauung Minderjähriger steht der Beitrag für die gesamte Dauer und in jedem Fall bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres zu. Die Höhe des Beitrags beträgt:

  • bis zu 4.500 € jährlich für die freiwillige Fortsetzung der Beitragszahlung an das INPS/NISF;
  • bis zu 2.000 € jährlich zur Unterstützung der Zusatzvorsorge; der Beitrag wird im Verhältnis zu der Anzahl der ergänzten Beitragswochen während des Kalenderjahres berechnet und steht bis zur Höhe der eingezahlten Beiträge zu, unter Berücksichtigung der vom Vorsorgeinstitut bestimmten Ergänzung der Pflichtbeiträge bis zu 100% der bei Vollzeit vorgesehenen Beiträge.

Das Ansuchen kann:

  • bei der Agenzia provinciale per l'assistenza e previdenza integrativa - APAPI;
  • bei den Informationsbüros der Provinz vor Ort;
  • bei den Patronaten

eingereicht werden.

Dem Ansuchen müssen folgende Dokumente beigelegt werden:

  • Kopie der Dokumente aus denen die Zeiträume hervorgehen, an denen von der Arbeit ferngeblieben wurde,  an denen die Elternzeit genossen wurde und man Anspruch auf das Mutterschaftsgeld hatte;
  • Kopie der Quittungen mit den geleisteten Einzahlungen in die Vorsorge.

Die Ansuchen müssen innerhalb folgender Fristen gestellt werden:

  • innerhalb 30. September des Folgejahres, auf welches sich die Einzahlung der freiwilligen Vorsorgebeiträge bezieht, bei Personen, die nicht arbeiten;
  • innerhalb 31. Dezember des Folgejahres, auf welches sich die Einzahlung der obligatorischen Vorsorgebeiträge bezieht, bei Personen, die nicht arbeiten;
  • innerhalb sechs Monaten nach dem Endtermin für die Einzahlung freiwilliger Vorsorgebeiträge bei Personen, die einer Teilzeitarbeit nachgehen;
  • innerhalb 30. September des Folgejahres, auf welches sich die Einzahlung der Beiträge in einen Zusatzrentenfonds bezieht.
  • Der regionale Beitrag zur Unterstützung der freiwilligen Fortsetzung der Beitragszahlung oder der obligatorischen Rentenbeiträge für Selbstständige oder Freiberufler/innen wird zurückerstattet, nachdem die betroffene Person die Beiträge an das INPS/NISF oder an eine Vorsorgekasse für Freiberufler/innengezahlt haben.
  • Der Beitrag zur Unterstützung der Zusatzvorsorge wird von der APAPI direkt an die Zusatzrentenform überwiesen, bei der der/die Antragsteller/in eingeschrieben ist.

Falls zum Zeitpunkt der Auszahlung die Position bei der Zusatzrentenform wegen Pensionierung oder Gesamtablöse aufgelöst wurde, werden die zustehenden Beträge direkt an den Betroffenen ausgezahlt.

Der Zuschuss ist nicht an die wirtschaftliche Lage der Familie gebunden.

Agenzia provinciale per l'assistenza e la previdenza integrativa – APAPI
Via Zambra, 42 - Top Center - Torre B
38121 Trient
Tel. 0461 493234
www.apapi.provincia.tn.it (Externer Link)

5.5 Erziehungszeiten: Zusatzrente und/oder Pflichtrente - Provinz Trient

Vertiefungen

Für weitere Informationen sehen Sie die Webseite der Autonomen Region Trentino-Südtirol: