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Jahresbericht 2020

Projekt Pensplan: Auch in einem schwierigen Jahr gute Ergebnisse erzielt.

Pensplan hat auch im Jahr 2020 positive Ergebnisse verzeichnet: Zum Jahresende zählten die regionalen Zusatzrentenfonds circa 260.000 individuelle Positionen, über 210.000 dieser Positionen lauten auf Personen, die in der Region ihren Wohnsitz haben. Eingezahlt wurden über 450 Millionen Euro. Pensplan verzeichnete über 102.000 Kontaktaufnahmen. Das Gesamtvermögen der regionalen Zusatzrentenfonds beträgt 5,2 Milliarden Euro; 3.970 Personen haben insgesamt 5,3 Millionen Euro als regionale Unterstützungsmaßnahmen ausgezahlt bekommen. Außerdem wurden die Richtlinien für die Projekte zum Thema Finanzbildung und finanzielle Absicherung bei Pflegebedürftigkeit festgelegt. 

„Die positive Entwicklung der Zusatzvorsorge im vergangenen Jahr ist erfreulich und macht deutlich, wie gut es gelungen ist, in den letzten zwei Jahrzehnten eine Vorsorge- und Sparkultur in der Region zu fördern,” erklärte Präsidentin Laura Costa im Rahmen der Pressekonferenz zum Jahresbericht 2020 und fügt hinzu: „2020 war ein sehr kritisches Jahr, das unsere Gesellschaft radikal und einschneidend verändert hat. Hinsichtlich dieses immer noch aktuellen Umbruchs hat Pensplan versucht, die Erfordernisse der Bevölkerung zu erkennen und ihr Zuversicht und Sicherheit zu schenken. Das Engagement des regionalen Welfare-Projekts bestand in erster Linie darin, sich für mehr wirtschaftlich-finanzielle Stabilität einzusetzen, um für zukünftige Krisen gewappnet zu sein. Noch klarer und eindeutiger hat sich der Wert von Pensplan als unabhängige Gesellschaft herauskristallisiert: Ihre Aufgabe besteht nicht nur darin, den Mitbürgerinnen und Mitbürgern bewusst zu machen, wie wichtig die Altersabsicherung ist, sondern auch, die Geldmittel für die Erfordernisse in den einzelnen Lebensphasen bestmöglich einzusetzen.”

Auch der Landeshauptmann der Region Arno Kompatscher zeigt sich zufrieden und unterstreicht, dass sich das regionale Welfare-Modell als Vorbild auf gesamtstaatlicher Ebene etabliert habe. Gerade diese Krise mache deutlich, wie wichtig eine gute Vorsorge und ein umfassendes und funktionierendes Welfare-System seien. Den mit Pensplan eingeschlagenen Weg werde man deshalb auch in Zukunft fortsetzen und weiter ausbauen.

Die Zusatzvorsorge in Zahlen

Über 50% der Erwerbstätigen in der Region bauen sich inzwischen eine Zusatzrente auf, dies bedeutet einen Zuwachs von 4,5% der Beitritte in  die regionalen Zusatzrentenfonds seitens der Bürgerinnen und Bürger, die ihren Wohnsitz in den Provinzen Bozen und Trient haben – und dies trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die die Pandemie mit sich gebracht hat. In den vergangenen sechs Jahren (2015-2020) wurde ein Zuwachs von 37% verzeichnet.

49% der Eingeschriebenen sind Frauen, was nicht zuletzt auf die gezielte Sensibilisierungsarbeit zurückzuführen ist, die Pensplan seit vielen Jahren vorantreibt. Das Durchschnittsalter der Eingeschriebenen ist 43 Jahre; dies bedeutet, dass die Jüngeren dringend noch mehr auf die Sparkultur aufmerksam gemacht werden müssen. 56% der Mitglieder sind auf kollektivvertraglicher Basis – d.h. im Rahmen ihres Arbeitsvertrags – in einem Zusatzrentenfonds eingeschrieben, 35% zahlen freiwillige Beiträge ein, bei 9% handelt es sich um steuerlich zulasten lebende Familienangehörige.

2020 wurden 452 Millionen Euro von den in der Region ansässigen Mitgliedern eingezahlt, 339 Millionen Euro davon im Rahmen eines Arbeitskollektivvertrags, über 102 Millionen Euro flossen auf freiwilliger Basis ein, 11 Millionen Euro zugunsten steuerlich zulasten lebender Familienmitglieder. Auf die Positionen der Männer entfallen 59% der gesamten Beitragszahlung in der Region – 2% weniger als 2019 – eine Zahl, in der sich die Lohnschere zwischen Männern und Frauen wiederspiegelt.

Das Gesamtvermögen der lokalen Zusatzrentenfonds belief sich auf insgesamt 5,2 Milliarden Euro mit einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 11,7%. Da die Ersatzsteuer auf dieses Vermögen in Höhe von 37 Millionen Euro wieder zurück in die Landeshaushalte fließt, kommt dieses Geld der lokalen Bevölkerung zugute.

Im Dienste der Bevölkerung

Pensplan hat das Ziel, die Zusatzrente auf lokaler Ebene zu fördern. Eine zentrale Rolle spiele dabei die Informations- und Bildungsarbeit sowie die persönliche und unabhängige Beratung zum Thema Zusatzrente und Vorsorge, die flächendeckend in den Pensplan-Büros und den 133 Pensplan Infopoints geleistet wird. 2020 wurden, trotz des Lockdowns und der anschließenden Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, in den Pensplan-Sitzen Bozen und Trient über 102.000 Kontakte verzeichnet.

Durch die Einführung der Beratung nach Terminvereinbarung konnte der Kontakt zur Bevölkerung unter Einhaltung der Sicherheitsauflagen für 28 Personen pro Tag wieder aufgenommen werden. Die digitale Kommunikation, wie z.B. die Webinare, wurde gerne angenommen: Pensplan hat also gezeigt, dass die Mitbürgerinnen und Mitbürger auch in diesen Zeiten der Pandemie auf die Information und Beratung im Bereich der Zusatzvorsorge zählen können.

Die Pensplan Infopoints erbrachten 6.360 Dienstleistungen, von denen 2.239 persönliche Beratungen waren. 66% der Personen, die zum Zeitpunkt der Beratung noch nicht in einem Zusatzrentenfonds eingeschrieben waren, haben eine kostenlose Beratung in Anspruch genommen. 37% haben sich nach dem Gespräch in einen mit Pensplan konventionierten Rentenfonds eingeschrieben. 58% der Personen, die sich beraten ließen, waren Frauen.

Gegenüber 2019 wurde eine erhöhte Nutzung der Onlinedienste für Leistungsansuchen (+48%), Änderung der Investitionslinie (+35%) und für die Einsicht der Verwaltungsakten (+32%) registriert. Durch den Appell und die Hilfestellung seitens Pensplan können also inzwischen sehr viel mehr Personen ihre Positionen in den Rentenfonds eigenständig verwalten.

Die regionalen Unterstützungsmaßnahmen

Über Pensplan unterstützt die Region Trentino Südtirol die Bevölkerung außerdem beim Aufbau einer Zusatzrente in Form von verschiedenen Beiträgen, etwa bei wirtschaftlicher Notlage, durch die Übernahme von Verwaltungs- und Buchhaltungskosten oder durch kostenlosen Rechtsbeistand bei unterlassener Beitragszahlung seitens des Arbeitgebers.

Bis Ende 2020 wurden insgesamt 5,3 Millionen Euro an Beiträgen an 3.970 Personen ausbezahlt, 4,9 Millionen davon für wirtschaftliche Notlagen. Allein 2020 wurden 447 Gesuche um Unterstützungsleistungen in Höhe von 290.000 Euro eingereicht, was gegenüber dem Jahr 2019 sehr viel weniger ist.

Da die Unterstützungsmaßnahmen nicht sofort Anwendung finden, sondern erst dann, wenn die wirtschaftliche Notlage zu Ende ist, wird in diesem Jahr von einer sehr viel höheren Summe ausgegangen (z. B. wegen Lohnausgleichskasse).

Die Projektkosten

Die Region hat Pensplan zu Beginn ein Kapital von 258 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Durch die Finanzverwaltung und das stetige Bemühen, die Kosten niedrig zu halten, konnte das Kapital stabil gehalten werden. Die Kosten, die durch die Dienstleistungen und die Unterstützungsmaßnahmen der Region enstanden, konnten durch die Renditen des Vermögens gedeckt werden und brachten keine weiteren Ausgaben durch die öffentliche Hand mit sich.

Die Gesamtkosten sind gegenüber 2019 um 3,4% gesunken und gegenüber 2018 sogar um 6,3%.

Ausblick

Die Region hat im vergangenen Jahr die Richtlinien für die Entwicklung zweier neuer Projekte im Bereich Finanzbildung und finanzieller Absicherung bei Pflegebedürftigkeit festgelegt. „Dies ist in einer Zeit, in der die öffentlichen Geldmittel knapper werden und neue Bedürfnisse entstehen, von strategischer Bedeutung. Es bedarf einer klaren politischen Vision und Weitblick, um den aufkommenden Herausforderungen zu begegnen. Die Verabschiedung von Maßnahmen auf lokaler Ebene, die Entwicklung von weiteren Instrumenten für die individuelle ergänzende Vorsorge, die Sensibilisierung, das Wecken von Verantwortungsbewusstsein, die aktive Einbindung der Bevölkerung und das Engagement der öffentlichen Hand bilden zusammen das Fundament für unseren Einsatz in den nächsten Jahren“, so die Präsidentin von Pensplan Centrum Laura Costa und der Landeshauptmann der Region Arno Kompatscher.

Download Jahresbericht im PDF-Format:
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