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Pensplan präsentiert Jahresbericht 2019: Positive Bilanz für die Zusatzvorsorge in der Region

2019 war ein erfolgreiches Jahr für die Zusatzvorsorge in der Region und damit auch für das Projekt Pensplan. Pensplan-Präsidentin Laura Costa und Arno Kompatscher, der als Präsident der Region verantwortlich für die Zusatzvorsorge zeichnet, präsentierten heute Vormittag im Rahmen einer virtuellen Medienkonferenz die jüngsten Zahlen, die für sich sprechen: Zum Jahresende verwalteten die regionalen Zusatzrentenfonds rund 244.000 Mitgliedspositionen, auf die 2019 insgesamt 490 Milionen Euro eingezahlt wurden.

Laura Costa, Presidäntin Pensplan Centrum AG, Arno Kompatscher, Präsident der Region

Pensplan selbst verzeichnete rund 106.000 Kontaktaufnahmen; die Zahl der verwalteten Betriebe belief sich auf 26.000, jene der bearbeiteten Gesuche auf 210.000. Das Vermögen der regionalen Zusatzrentenfonds beträgt inzwischen 4,7 Milliarden Euro, wobei sich die durschnittlichen Rendite im Zehnjahreszeitraum 2010-2019 auf jährlich 4% belief. 662 Ansuchen um regionale Unterstützungsleistungen wurden im vergangenen Jahr abgewickelt. Derzeit arbeitet Pensplan an neuen Projekten zum Thema Finanzbildung und finanzielle Absicherung bei Pflegebedürftigkeit.

„Die positive Entwicklung der Zusatzvorsorge im vergangenen Jahr ist erfreulich und macht deutlich, wie gut es gelungen ist, in den letzten zwei Jahrzehnten eine Vorsorge- und Sparkultur in der Region zu fördern,“ erklärte Präsidentin Laura Costa im Rahmen der Pressekonferenz. „Die Vorstellung dieses Jahresberichts erfolgt in einer Zeit der Krise, die vieles neu ordnet und uns vor Augen führt, wie wichtig neben Gesundheit und sozialen Beziehungen auch finanzielle Stabilität und Sicherheit für unser Wohlbefinden sind,“ so Costa. Das Ziel von Pensplan sei es vor diesem Hintergrund weiterhin, Menschen zu unterstützen und zu befähigen, bewusst und eigenverantwortlich für die Zukunft vorzusorgen, um auch unvorhergesehene Ereignisse und Krisen bewältigen zu können. Mit Sensibilisierungsarbeit, persönlicher Beratung und der Vermittlung von Wissen, Verständnis und Planungskompetenz wolle man einen konkreten Beitrag dazu leisten: im öffentlichen Interesse, unabhängig und neutral.
Auch Arno Kompatscher, der als Präsident der Region verantwortlich für die Zusatzvorsorge zeichnet, lobte den beachtlichen Mitgliederzuwachs bei den Zusatzrentenfonds und wies darauf hin, dass sich das Welfare-Modell der Region Trentino Südtirol als Vorbild auf gesamtstaatlicher Ebene etabliert habe. Gerade diese Krise mache deutlich, wie wichtig eine gute Vorsorge und ein umfassendes und funktionierendes Welfare-System für ein Territorium seien. Den mit Pensplan eingeschlagenen Weg werde man deshalb auch in Zukunft fortsetzen und weiter ausbauen.

Die Zusatzvorsorge in Zahlen

Gut 50% der Erwerbstätigen in der Region bauen sich inzwischen eine Zusatzrente auf: Die lokalen Zusatzrentenfonds Laborfonds, Raiffeisen Offener Pensionsfonds, Pensplan Profi und Plurifonds verzeichneten bei den Mitgliedern mit Wohnsitz in der Region einen Zuwachs von 5,4%. 49% der Eingeschriebenen sind Frauen, was nicht zuletzt auf die gezielte Sensibilisierungsarbeit zurückzuführen ist, die Pensplan seit vielen Jahren vorantreibt. 64% der Mitglieder sind auf kollektivvertraglicher Basis – d.h. im Rahmen ihres Arbeitsvertrags – in einem Zusatzrentenfonds eingeschrieben, 28% der Mitglieder zahlen freiwillig Beiträge ein, bei 8% der Eingeschriebenen handelt es sich um steuerlich zu Lasten lebende Familienangehörige. Demnach gilt es künftig, v.a. auch selbständig Erwerbstätige und Freiberufler vermehrt für die Zusatzrente zu sensibilisieren. Über 419 Millionen Euro an Beiträgen wurden 2019 auf 193.000 Mitgliedspositionen von Bürgerinnen und Bürgern der Region eingezahlt - 312 Millionen Euro davon im Rahmen eines Arbeitskollektivvertrags. Auf die Positionen der Männer entfallen 61% der gesamten Beitragszahlung in der Region – eine Zahl, in der sich die Lohnschere zwischen Männern und Frauen wiederspiegelt. Das Gesamtvermögen der lokalen Zusatzrentenfonds belief sich Ende 2019 auf insgesamt 4,7 Milliarden Euro (+16,7% gegenüber 2018). Da die Ersatzsteuer auf dieses Vermögen in Höhe von 46,1 Millionen Euro wieder zurück in die Landeshaushalte fließt, kommt dieses Geld der lokalen Bevölkerung zugute. Auch die Renditen der Fonds entwickelten sich 2019 positiv: von 1% bei den vorischtigen Linien bis hin zu 14% bei den dynamischeren und damit risikoreicheren Investitionslinien. Im Zehnjahreszeitraum 2010-2019 erzielten die lokalen Fonds durchschnittlich eine jährliche Rendite von 4,03% und damit weit mehr als die Aufwertung der Abfertigung im Betrieb, die im selben Zeitraum 1,98% jährlich betrug.

Im Dienste der Bevölkerung

Pensplan stehe im Dienste der Mitglieder der lokalen Zusatzrentenfonds und der gesamten Bevölkerung, betonte Präsidentin Laura Costa. Eine zentrale Rolle spiele dabei die Informations- und Bildungsarbeit sowie die persönliche und unabhängige Beratung zum Thema Zusatzrente und Vorsorge, die flächendeckend und täglich zusammen mit den 133 Pensplan-Infopoints geleistet wird. Rund 106.000 Kontakte wurden bei den Schaltern von Pensplan in Bozen und Trient im vergangenen Jahr verzeichnet: ein Zuwachs von 13% gegenüber 2018. An den 60 organisierten Veranstaltungen nahmen 2.300 Personen teil. Die Pensplan Infopoints erbrachten 9.660 Dienstleistungen, davon 4.220 persönliche Beratungsgespräche. 74% der Personen, die eine kostenlose Vorsorgeberatung in Anspruch genommen haben, waren zum Zeitpunkt der Beratung noch nicht Mitglied eines Zusatzrentenfonds. Ein Viertel dieser Personen trat nach der Beratung einem regionalen Zusatzrentenfonds bei. 61% der Personen, die sich beraten ließen, waren Frauen. Positiv sei auch die zunehmende Inanspruchnahme der Online-Dienste, die Pensplan den Mitgliedern der regionalen Zusatzrentenfonds zur Verfügung stellt.

Die regionalen Unterstützungsmaßnahmen

Über Pensplan unterstützt die Region Trentino Südtirol die Bevölkerung außerdem beim Aufbau einer Zusatzrente in Form von verschiedenen Beiträgen, etwa bei wirtschaftlicher Notlage, durch die Übernahme von Verwaltungs- und Buchhaltungskosten oder durch kostenlosen Rechtsbeistand bei unterlassener Beitragszahlung seitens des Arbeitgebers. Bis Ende 2019 wurden insgesamt 5 Millionen Euro an Beiträgen an 3.848 Personen ausbezahlt, 4,7 Millionen davon für wirtschaftliche Notlagen. Allein 2019 wurden 662 Gesuche um Unterstützungsleistungen in Höhe von 390.000 Euro eingereicht.

Ausblick

Derzeit arbeitet Pensplan an neuen Projekten zu den Themen Finanzbildung und finanzielle Absicherung bei Pflegebedürftigkeit. Die Finanzbildung richtet sich vor allem an junge Menschen und soll einen Beitrag zur weiteren Förderung der Spar- und Vorsorgekultur in der Gesellschaft leisten. Darüber hinaus sollen neue Modelle entwickelt werden, um mittel- und langfristig eine angemessene Absicherung der Bevölkerung bei Pflegebedürftigkeit zu gewährleisten. Dies sei in einer Zeit, in der die öffentlichen Geldmittel knapper werden und die Alterung der Gesellschaft neue Bedürfnisse ans Tageslicht bringe, von strategischer Bedeutung, wurde bei der Pressekonferenz betont.

Laden Sie hier das Jahresbericht 2019 im PDF-Format herunter

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Interview Arno Kompatscher

Jahresbericht 2019