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Pensplan arbeitet konstant daran, die Zusatzrente zu fördern und die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren. Hier finden Sie alle Informationen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein: Hinweise, Fälligkeiten, Events und Mitteilungen für die Medien.

Rente 2018: Was ändert sich?

Die wichtigsten Neuheiten im Bereich der Vorsorge: Erhöhung des Rentenalters für Privatangestellte und Selbstständige, Steuerliche Gleichstellung der öffentlich Bediensteten bei der Zusatzrente, Neue RITA (vorzeitige Zusatzrente), Abschaffung FondINPS, Aufwertung der Renten um 1,1%.

Erhöhung des Rentenalters für Privatangestellte und Selbstständige

2018 endet die 6-jährige Phase, mit der das Alter der Frauen für den Bezug der Altersrente an das der Männer angepasst wurde. Dieses beträgt ab heuer für alle 66 Jahre und 7 Monate. Arbeitnehmerinnen im Privatsektor können damit ein Jahr später (bisher war ein Alter von 65 Jahren und 7 Monaten Voraussetzung), selbstständige Frauen 6 Monate später (bisher mit 66 Jahren und 1 Monat) in Pension gehen.
Für 2019 ist dann eine weitere Erhöhung von 5 Monaten aufgrund der Lebenserwartung vorgesehen; diese Erhöhung betrifft sowohl die Alters- als auch die Frührente aufgrund der Beitragsjahre.

Steuerliche Gleichstellung der öffentlich Bediensteten bei der Zusatzrente

Für die öffentlich Bediensteten wird die Einschreibung in einen Zusatzrentenfonds noch vorteilhafter.
Ab 1. Jänner gilt dieselbe steuerliche Regelung wie bisher für die Privatangestellten im Hinblick auf:

  • Die Abziehbarkeit der Beiträge, die in den Zusatzrentenfonds eingezahlt werden. Diese können jetzt bis 5.164,57 € im Jahr abgezogen werden. Bis 31/12/2017 galten hierbei als zusätzliche Höchstgrenzen 12% des Gesamteinkommens und, in Bezug auf das Einkommen aus abhängiger Arbeit, das Doppelte der Abfertigung, die in den Zusatzrentenfonds einbezahlt wird.
  • Die Besteuerung der Auszahlungen. Die Rentenleistungen (Zusatzrente bzw. Auszahlung in Form von Kapital bei Pensionierung) werden künftig mit 15% besteuert. Dieser Steuersatz sinkt nach 15 Mitgliedsjahren im Fonds um 0,30% für jedes weitere Jahr bis auf maximal 9%. Auch bei den anderen Auszahlungen (Vorschüsse und Ablöse) gelten ab jetzt die Steuersätze, die bisher bei Arbeitnehmer/innen im Privatsektor angewendet wurden;
  • bei Einreichung des Ansuchens mindestens 20 Beitragsjahre aufweisen.

Diese Gleichstellung ab 1. Jänner 2018 gilt natürlich auch für all jene öffentlich Bediensteten, die bereits in einen Zusatzrentenfonds eingeschrieben sind. Für das Kapital hingegen, das bis Ende 2017 im Fonds angereift ist, kommt die alte steuerliche Regelung zur Anwendung.

Neue RITA (vorzeitige Zusatzrente)

Das Haushaltsgesetz 2018 bringt einige wichtige Änderungen bei der so genannten RITA (Rendita Integrativa Temporanea Anticipata), also der vorzeitigen Zusatzrente.

Was sind die neuen Voraussetzungen?
Mindestens 5 Jahre Mitgliedschaft in einer Zusatzrentenform und alternativ:

  • Beendigung der Arbeitstätigkeit
  • Erreichen des Mindestalters für die gesetzliche Altersrente innerhalb der nächsten 5 Jahre
  • mindestens 20 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rente

oder

  • Arbeitslosigkeit von mindestens 24 Monaten
  • Erreichen des Mindestalters für die gesetzliche Altersrente innerhalb der nächsten 10 Jahre

Wie hoch ist die RITA?
Die Höhe der RITA hängt davon ab, wie lange die vorzeitige Zusatzrente ausbezahlt wird sowie von der Höhe des Kapitals, das im Zusatzrentenfonds angereift ist. Für die Umwandlung in eine RITA kann das gesamte oder nur ein Teil des Kapitals im Fonds verwendet werden.

Wie wird die RITA besteuert?
Der zu versteuernde Teil der RITA wird mit 15% besteuert. Dieser Steuersatz sinkt nach 15 Mitgliedsjahren im Fonds um 0,30% für jedes weitere Jahr bis auf maximal 9%.

Abschaffung FondINPS

Das Haushaltsgesetz 2018 sieht die Abschaffung des FondINPS vor. In diesen Zusatzrentenfonds floss bisher die Abfertigung der so genannten stillschweigenden Privatangestellten. Damit sind jene Angestellten gemeint, die keine Entscheidung über ihre Abfertigung getroffen haben und in Betrieben bzw. Sektoren beschäftigt sind, für die weder ein (auch territorialer) Kollektivvertrag noch ein Betriebsabkommen einen Zusatzrentenfonds vorsieht.
Bis wann der FondINPS abgeschafft sein wird, legt ein interministerielles Dekret des Arbeits- und Wirtschaftsministeriums fest. Dasselbe Dekret legt auch fest, in welchen Zusatzrentenfonds die Abfertigung übertragen wird, die derzeit beim FONDINPS liegt. Ausgewählt wird dieser Fonds unter den größten kollektivvertraglichen Zusatzrentenfonds, die dafür auch die notwendige Organisationsstruktur aufweisen. In diesen „neuen“  Fonds werden auch jene Arbeitnehmer/innen eingeschrieben, die künftig keine Entscheidung über ihre Abfertigung treffen.

Aufwertung der Renten um 1,1%

Nach zweijähriger Einfrierung werden die staatlichen Renten mit Jänner 2018 um 1,1% erhöht. Dabei handelt es sich um die geschätzte Inflation 2017.